Neulich gefunden im Blog des Steppenwolfes - Sandkunst. Ein Memento Mori der besonderen Art. Geschaffen und sofort danach wieder zerstört, und schon ist wieder etwas Neues da. Was ist das nur, das bleibt? Denn dass etwas bleibt, lässt sich nur schwer abstreiten… Sand ist sowieso ein ganz besonderer Stoff. Eine meiner liebsten Beschäftigungen ist es, am Strand zu sitzen und Sand durch die Finger rinnen zu lassen. Am allerliebsten an der Ostsee, hier gibt es den feinsten Sand von allen, je östlicher desto feiner, denn er wurde vom Westwinde verweht. Spätestens hier wird klar, welch enge, doch nicht ganz unkomplizierte Beziehung der Sand zur Zeit unterhält. Und zwar schon lange. Vor langer Zeit ließ man sich auch Zeit gern durch die Finger rinnen. Damit haben manche Zeitgenossen Schwierigkeiten, obwohl auch diese sich manchmal gern an besandeten Flecken aufhalten. Aber ich schweife ab. Beide Tätigkeiten ähneln sich, doch ist es mitnichten das Gleiche, ob ich Sand oder Zeit durch die Finger rinnen lasse. Sand kann noch mehr. Er kann r i e s e l n … Ist es nun eine Affäre zwischen dem konkreten Sand und der abstrakten Zeit? Oder gar eine Verbindung fürs Leben? Eine… Ehe? Sollte da sogar die Sanduhr… nein, das wird mir nun doch etwas zu profan. Das ist ganz sicher mehr als Hilfe für eine Vierminutenei!
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