Wie manchmal bei meinen Internetreisen war es auch diesmal ein recht langer Weg, bis ich entschieden habe, hier jetzt etwas teilen zu wollen.
Wenn sich links und rechts, politisch Korrekte und Inkorrekte, violett und grün, rot und schwarz streiten, gefällt es mir manchmal, den Fokus auf die Buhmänner und -Frauen zu lenken und genauer hinzuschauen. So landete ich irgendwann auf der Website der Rapperin DeeEx (von der ich bisher noch nie gehört hatte) und schaute dort mal hinein. Ich fand da Nachvollziehbares, Abstruses, Sympathisches und weniger Sympathisches. Sie hat ein Anliegen (das meines nicht ist), hat etwas zu sagen (das ganz offensichtlich polarisiert). Da mag sich jeder selbst seine Meinung bilden – meine Aufmerksamkeit erregte ein Video, das sich mit den Hintergründen aktueller amerikanischer Politik und der Implikation westlicher Geheimdienste bei den Terroranschlägen der letzten Jahre beschäftigt. Schwere Kost, die ich nur in kleinen Happen verdauen mochte und die immerhin dazu führt, dass mir die inneren Fragezeichen nicht ausgehen. Über Wahrheit mag ich heute nicht schreiben – ich kenne sie auch nicht. Und ich mag einfach nicht Partei ergreifen, wenn ich Dinge nur aus zweiter, dritter oder vierter Hand erfahre, nicht dabei war und die Zusammenhänge nicht erfühlen kann. Dafür weiß ich zuviel darüber, wie Medien funktionieren, wie “Meinung” funktioniert, wie unser Weltbild funktioniert, wie Menschen funktionieren.
Doch mich interessierte nun: wer sind die Filmemacher, die sich nuoviso nennen. Was machen die und und was gibt es da noch zu erfahren? Dabei stieß ich auf den Initiator der Website und Regisseur der meisten Filme Frank Höfer. Diese Reise mag jeder für sich selbst nachvollziehen, der neugierig genug ist und den es interessiert. Da ich jedoch selbst große Zweifel daran hege, ob wir in den “offiziellen”, Mainstream-Medien alles erfahren, was wichtig für uns sein oder werden könnte, war es für mich spannend genug, in das eine oder andere Video hinein zu schauen.
Dabei stieß ich auf eben jenes Video von Peter Russell, das ich hier teilen möchte, und das, wie ich finde, gut zum Ostersonntag passt. Es stammt aus dem Jahre 1982 (was ich sehr erstaunlich finde) und beweist eine außerordentliche Weitsicht. Dass es in der nächsten Evolutionsstufe um die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins geht, davon bin auch ich überzeugt. Hier finden sich interessante Gedanken und Querverbindungen, unter anderem zur Gaia-Hypothese, die bereits aus den 1960er Jahren stammt. Gedanken eines Brückenbauers – und hier wiederum kann ich sagen, hier ergreife ich Partei. Für eine sinnstiftende Interpretation der Vorgänge auf dieser Welt – für eine Sicht von oben, von außen, aber eben auch für das Schauen nach innen.
Die abschließenden Zeilen von Christopher Fry, die Peter Russell im Film zitiert und die seine sehr persönliche Sicht einbringen, gebe ich auch hier wieder, denn ich teile diese Sicht.
Das menschliche Herz kann gehen so weit wie Gott.
Dunkel und kalt mögen wir sein, aber es ist kein Winter jetzt.
Das gefrorene Elend aus Jahrtausenden reißt,
bricht, kommt in Bewegung.
Der Donner ist der Donner der Ströme,
des Tauens, der Flut, des plötzlichen Frühlings.
Gott sei Dank – unsere Zeit ist jetzt.
Jetzt, da das Falsche hochkommt,
um uns überall zu begegnen
uns niemals zu verlassen,
bis wir den größten Schritt der Seele tun
den Menschen jemals taten.
Die Dinge sind jetzt seelengross,
Forschungsreise ins Göttliche ist das Unternehmen.
Aber worauf wartet ihr,
es braucht so viele tausend Jahre zu erwachen,
so erwachet doch, um Himmels Willen.
