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Sommerloch? Aber ja!

Manchmal wird das Gedankenkarussell  im Kopf derart laut, dass ich glaube, gar nichts mehr zu sagen zu haben. Zuerst einmal muss wieder Ordnung in das Chaos. Etwas Ruhe – von innen. Die Ruhe von außen kann helfen, meist aber reicht sie nicht aus.

Manchmal sind die Gedanken allerdings auch sehr hilfreich. Doch nicht immer sind sie für die Öffentlichkeit bestimmt. Manchmal möchte man sie einfach nur mit ganz wenigen Menschen teilen. Damit sie keimen, Wurzeln schlagen, und ein wenig wachsen können.  Das lässt sich für mich offline ganz gut machen.

So ist also derzeit weitgehend Sommerloch  in meinem Blog, während  offline sehr viel passiert.  Das Sommerloch taucht  ja immer nur in einem ganz kleinen Ausschnitt des Lebens auf.  Und das können ganz verschiedene Sachen sein, wie ich gerade erfahre: Leere im Blog, Leere im Kopf, Abwesenheit von Freunden, von Anrufen, von Briefen. Heißhunger auf Wassermelone und Tomaten. Bockige Ideen, die sich nicht greifen lassen. Das dringende Bedürfnis, augenblicklich den Aufenthaltsort zu wechseln. Oder aber eine CD, die Freunde einem in die Hand drücken und die zu einer Sommerlochmeditation inspirieren.

Wer Lust auf etwas Ähnliches hat: hier ein Mantra, gesungen von dem Holländer Hein Braat. Die Entdeckung des Tages für mich.

Mitten im Loch also geht das Leben höchst intensiv weiter, von ganz allein.  Durch ein Loch kann auch Platz für neue Dinge entstehen, wenn man dem Drang, es zu füllen, widerstehen kann. Das ist zugegeben nicht sehr einfach.

Was ist euer Sommerloch?

10 Tage rauchfrei…

… und was ich darüber so schreiben kann. Gerade jetzt dachte ich: wie schön wäre es, zu rauchen und nicht zu rauchen. Ich komme gerade von einem wunderschönen und bewegenden Abend in meiner Lieblingskneipe wieder und habe mir in den letzten 4 Stunden über alles mögliche Gedanken gemacht. Nun komme ich nach Hause, schau mal in meinen Blog und…. normalerweise hätte ich mir jetzt eine angesteckt. Das ist die ungefähr 18. Attacke heute. Weniger als gestern und gestern waren es weniger als vorgestern. Ich erinnere mich an den Spruch der AA – gelesen bei A. von Schönburg – one is one too much and a thousand never enough… Es wirkt. Ich überwinde die Attacke.
Es ist dies… sobald eine Leere auftritt, habe ich das Bedürfnis zu rauchen. Die Leere kann ich auch ohne überwinden. Tief atmen, frische Luft rauchen oder die Leere anschauen. Das ist am schwierigsten. Aber ich tu es.
Wenn es mir den Boden unter den Füßen weg zieht (und das kann ganz banale Gründe haben), will ich eine rauchen. Und ich tu es nicht. Es ist schwer, aber ich kann mich auch anders erden. Ich merke, dass Rauchen der einfachere Weg ist. Für alles mögliche. Aber nicht der einzig mögliche. Es ist nur grad zu Anfang ein bisschen anstrengender, sich Erdung, Fülle, Inspiration, Konzentration, Ablenkung und und und anders zu holen als über die Zigarette. Auf ein Phänomen hat mich der Liebste aufmerksam gemacht. Mir war aufgefallen, dass ich mit dem Rauchen etwas ausprobiert hatte. Nämlich die Frage zu beantworten: Wenn ich etwas tue, was meiner Umgebung nicht gefällt, lieben mich dann die Menschen noch, die ich liebe? Der Liebste sagte nun: Na, wenn sich dieses Instrument bewährt hat, dann KANNST du ja gar nicht aufhören zu rauchen… oO! Das saß!
Sodele, dabei lass ich’s mal für heut abend. Ich werd mich jetzt meinem Buch, meinem gedruckten LIVE-Buch zuwenden und den PC einfach ausschalten. Und weiterhin in Kette Nichtrauchen. Weil, das gefällt mir ja schon verflixt gut, es nicht zu müssen…
Also, rinjehaun, wie ein von mir verehrter Podcaster sagen würde! Ach ja, der hat zu dem Thema auch was zu sagen: