Manchmal wird das Gedankenkarussell im Kopf derart laut, dass ich glaube, gar nichts mehr zu sagen zu haben. Zuerst einmal muss wieder Ordnung in das Chaos. Etwas Ruhe – von innen. Die Ruhe von außen kann helfen, meist aber reicht sie nicht aus.
Manchmal sind die Gedanken allerdings auch sehr hilfreich. Doch nicht immer sind sie für die Öffentlichkeit bestimmt. Manchmal möchte man sie einfach nur mit ganz wenigen Menschen teilen. Damit sie keimen, Wurzeln schlagen, und ein wenig wachsen können. Das lässt sich für mich offline ganz gut machen.
So ist also derzeit weitgehend Sommerloch in meinem Blog, während offline sehr viel passiert. Das Sommerloch taucht ja immer nur in einem ganz kleinen Ausschnitt des Lebens auf. Und das können ganz verschiedene Sachen sein, wie ich gerade erfahre: Leere im Blog, Leere im Kopf, Abwesenheit von Freunden, von Anrufen, von Briefen. Heißhunger auf Wassermelone und Tomaten. Bockige Ideen, die sich nicht greifen lassen. Das dringende Bedürfnis, augenblicklich den Aufenthaltsort zu wechseln. Oder aber eine CD, die Freunde einem in die Hand drücken und die zu einer Sommerlochmeditation inspirieren.
Wer Lust auf etwas Ähnliches hat: hier ein Mantra, gesungen von dem Holländer Hein Braat. Die Entdeckung des Tages für mich.
Mitten im Loch also geht das Leben höchst intensiv weiter, von ganz allein. Durch ein Loch kann auch Platz für neue Dinge entstehen, wenn man dem Drang, es zu füllen, widerstehen kann. Das ist zugegeben nicht sehr einfach.
Was ist euer Sommerloch?
