Hagebuttensenf

Beiträge vom Januar 2009

Umarmungen…

31 Januar 2009 · 7 Kommentare

Organisation ist nicht alles. Ich bin glücklich, mir in einer Phase der Neuorientierung auch Eskapaden im Netz und im realen Leben zu leisten. Auch das gehört dazu, denn schließlich will ich auch wissen, was andere Menschen so treiben. Das lässt sich auch im Netz ganz gut herausfinden (nicht ausschließlich). Und es tut gut. Oft kommen dabei richtige Perlen zum Vorschein, die manchmal auch durchaus auf meiner Blogroll landen. Wie zum Beispiel das Lebensfreude-Blog von Elisabeth Ornauer.Und hier als Beispiel die Notwendigkeit von Umarmungen.  Auch sie schreibt wie Martin Geiger über die Free Hugs Campaign, mit der Juan Mann etwa 2004 in Sydney begann. Nun, auch ich begann 2004, meine Mitmenschen mehr zu umarmen als ich das vorher getan hatte. Heute, am 31. Januar, hatte ich keine zwölf davon. Zählt man die virtuellen mit, waren es acht. Immerhin. Drei oder vier habe ich mir selbst gegeben. Das geht auch mal.

Kategorien: Gesundheit und Seele · Hagebuttensenf · Mutmacher
Mit Tag(s) versehen: , ,

Organisationsideen

31 Januar 2009 · Kommentar schreiben

Heute war mein Organisationstag. Vorgenommen war ja ein Komplettreview pro Woche. Ganz geschafft habe ich es nicht, aber immerhin in der 2. Woche wieder angepackt. Jawohl, immerhin. Sonst ist ja der fette „Jetzt-ist-es-auch-schon-egal-Schweinehund“, über den die Schneckensuppe ja so brüllant (= Kombi aus brillant und zum Brüllen komisch) berichtet,  ziemlich schnell am Werk. Es wird langsam einfacher dranzubleiben an den wichtigen Sachen. Woran genau es liegt, weiß ich (noch) nicht, spekulieren darüber und analysieren werde ich das in einem anderen Eintrag.  Bei all dem sind auch ein paar schöne Fundstücke herausgekommen:

Ein Kompaktkalender für das ganze Jahr auf einem A4-Blatt – mit viel Platz für Notizen, den ich ausprobieren möchte. Erdacht von David Seah, gefunden beim Problemlöser .

Eine Idee für meine beste Freundin, und alle Soloarbeiter:  Vieles wäre leichter, wenn man einfach früher Feierabend machen könnte und wenn man wüsste, wie.  Dafür hat Martin Geiger in seinem Blog ein paar hervorragende Ideen präsentiert – und auch gleich noch den Link zum Service „Früher Feierabend“ dazu. Tolle Sache!  Auch er bietet ein Formular zur Jahresplanung an, das werde ich dann bei meinem nächsten Review mal ausprobieren.

Und dann ist mir selbst noch etwas eingefallen. Ich neige ja dazu, immer das auf meinen Listen (den geschriebenen und den ungeschriebenen) zu sehen, was ich NOCH NICHT erledigt habe. Das ist ein Stressfaktor ohnegleichen. Egal wieviel schon geschafft ist, ich sehe in diesen Momenten immer nur das, was NOCH NICHT geschafft ist. So bin ich jetzt dazu übergegangen, das, was ich bereits geschafft habe, nicht durchzustreichen, sondern mit einem Marker anzustreichen. Nur das NICHT GESCHAFFTE bleibt jetzt unmarkiert. Vielleicht ist das so ein Trick 17 mit Selbstüberlistung, aber ich werde es ausprobieren. Zwei Monate lang. Ich werde dann berichten.

Kategorien: Hagebuttensenf · Problemelösen
Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , , ,

Krankheit als Sprache der Seele

31 Januar 2009 · 1 Kommentar

Neulich schrieb ich über Graugänse und Roboter und verwies dort auf einen Vortrag von Rüdiger Dahlke. Ein weiterer Vortrag, nun etwas länger, stellt spannend und sehr unterhaltsam den Denkansatz dar, der hinter „Krankheit als Weg“ und „Krankheit als Sprache der Seele“ steckt.
Warum bekommen wir Fieber? Warum und wofür „holen“ wir uns eine Grippe? Was sagt und die Körpersprache über die inneren Vorgänge? Warum sprechen wir von einer „ehrlichen Haut“? Warum bekommt ein „armer Schlucker“ Magengeschwüre? Nicht nur inhaltlich eine Perle, sondern auch formal. Ich würde nur zu gerne wissen, wieviele Menschen, die vielleicht nach der Lektüre des Buches mit Ablehnung und Ärger reagieren würden, hier ganz andächtig zuhören würden. Er ist wirklich ein begnadneter Redner, wie ich finde! Hier sind die Teile zu finden:

Krankheit als Sprache der Seele 1/7
Krankheit als Sprache der Seele 2/7
Krankheit als Sprache der Seele 3/7
Krankheit als Sprache der Seele 4/7
Krankheit als Sprache der Seele 5/7
Krankheit als Sprache der Seele 6/7
Krankheit als Sprache der Seele 7/7

Kategorien: Gesundheit und Seele · Hagebuttensenf
Mit Tag(s) versehen: , , , , , ,

Wie man trauernden Freunden helfen kann

28 Januar 2009 · Kommentar schreiben

Molly Piper hat im September 2007 das für Eltern Schlimmste überhaupt erfahren. Sie hat ihr Kind verloren. Es starb, kurz bevor es zur Welt kam. Auch darüber schreibt sie in ihrem Blog „The Pipers“. Wenn wir von solchen Ereignissen in unserer Umgebung erfahren, fühlen wir uns oft hilflos. Völlig hilflos. Wenige Menschen haben wirklich gelernt, wie wir am besten damit umgehen, wie wir das Thema zur Sprache bringen können, wie wir auch einfach nur fragen können.  Molly erzählt, berührt und bewegt. Niemals belehrt sie. Und doch gibt es hier viel zu lernen. Auch in einer Reihe, die helfen kann zu verstehen, was in trauernden Menschen passiert und wie wir damit umgehen können. Die Reihe heißt „How to help a grieving friend“. Thank you for sharing this, Molly.

Kategorien: Gesundheit und Seele · Trauer
Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Best of Schorschdabbeljuuuh

24 Januar 2009 · Kommentar schreiben

Hagebuttensenf proudly prewenf: Emilio R. Gonfalef als Gastautor. Mit dem Best of Schorschdabbeljuuh. Auteur invité: Emilio R.

Monsieur l’Ex-Président, je vous fais une bafouille,
voyant ceci je rie tant que mon froc se mouille.
Je ne peux m’empêcher de multiplier ça
Pour les lecteurs non américains, le voilà.

Inspiré par David, Boris Vian, Renaud et la tisane au fenouil.

Kategorien: Unterwegs
Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Prägendes über Graugänse und Roboter

21 Januar 2009 · 1 Kommentar

Vor einigen Jahren bereits, als ich einmal mit einer Lungenentzündung im Bett lag, kurz vor dem Ersticken, bekam ich ein Päckchen von einer Freundin. Darin lag das Buch „Krankheit als Weg“ von Ruediger Dahlke und Thorwald Dethlefsen. Es geht um eine etwas andere Deutung von Krankheit bzw. Symptomen, die uns  zur Ursache der Krankheit führen können. Das Buch mit den neuen Gedanken faszinierte mich und wurde ein Standardwerk im Bücherschrank. Mit anderen Worten, es prägte meine Einstellung zu Krankheiten wie kaum ein anderes. Bald kamen auch andere Werke von Ruediger Dahlke hinzu – und ich schlage dort alles nach. Heute entdeckte ich online einen Vortrag von R. Dahlke, bei der er über Wissenschaftlichkeit spricht. Wenn also ein Thema, für das sich niemand aus der Wissenschaft interessiert, nicht erforscht wird, dann bleibt es zwangsläufig „unwissenschaftlich“, aber und über die Ursachen, warum heutzutage etwas als „unwissenschaftlich“ bezeichnet wird. Und er bringt ein hervorragendes, sehr überraschendes Beispiel, was Graugänse so alles anstellen können, wenn sie einmal geprägt sind. Köstlich!

Kategorien: Hagebuttensenf · Mutmacher
Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

seinen Norden wieder zu finden…

15 Januar 2009 · Kommentar schreiben

… – retrouver son Nord, das bedeutet wörtlich übersetzt im Französischen,  seine Orientierung wiederfinden, wieder wissen, wo es lang geht, denn wenn man „den Norden verloren hat“ (perdu le Nord), dann weiß man das nicht mehr, man hat den Kopf verloren, nicht mehr alle Tassen im Schrank, man ist orientierungslos. Ein Zustand, den nicht wenige von uns ganz bestimmt kennen und der meistens nicht unbedingt wünschenswert ist. Manchmal aber doch, sage ich. Ein Grund wäre zum Beispiel: man kann ihn wieder finden. Und verrückterweise ist der Norden immer Norden, ist es immer gewesen, auch wenn es für die meisten Menschen von außen nicht so aussieht.  Das kann bedeuten, dass andere Leute nicht den gleichen Kompass benutzen, das kann bedeuten, dass irgend jemand uns gelehrt hat, den Norden anderswo zu vermuten als unser Kompass ihn anzeigt, das kann aber auch bedeuten, dass wir immer an den gleichen Ort zurückkehren, wenn unser Maß voll ist und wir es mal wieder austrinken wollen.
Wo er seinen Norden wiederfindet und wie sich das anfühlt, davon singt Thomas Fersen hier in seinem wunderbaren Lied Lofotens, das zum Album Le Bal des Oiseaux gehört.
Und komisch: Obwohl mein Bruder kein Französisch kann, fährt er jedes Jahr nach Norwegen. Ob er wohl nur so tut, als ob er angeln wollte und stattdessen heimlich seinen Norden sucht???

Kategorien: Hagebuttensenf · Mutmacher · Unterwegs
Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , , ,